Die Safety-Cap in der Praxis und Betrachtung gemäß VDE

Vor Maler oder Stuckarbeiten sollten zunächst die Schalter und Steckdosen Abdeckungen abgenommen werden, um diese nicht zu verschmutzen. Außerdem können diese so gefahrlos gereinigt werden.  Darunter kommen dann die Unterputz Einsätze mit den quadratischen Tragrahmen aus Metall zum Vorschein.

Darauf werden dann die flexiblen und abdichtenden Safety-Cap Abdeckungen auf den Tragrahmen aufgesetzt, diese fixieren sich durch die eingebauten Magneten selbst.

So schützen sie mit einem Handgriff, ohne viel Zeit zu verlieren, nicht nur die Schalter + Steckdosen vor Verschmutzung sondern auch Sie, vor elektrischem Schlag (Spannungsgeprüft mit 3000V) und die Einbaugeräte zusätzlich vor Spritzwasser ( IPX4 ).

Amortisation der SafetyCaps

Die Safety-Cap amortisiert sich schon in kürzester Zeit und sie vermeinden unnötigen Müll.

Für das Abkleben einer Steckdose benötigt ein geübter Handwerker im Schnitt ca. 45 Sekunden. Im Schnitt sind das immerhin über 1,25 Arbeitsstunden, bei einer durchschnittlichen Wohnung, nur fürs abkleben der Schalter und Steckdosen - ohne Pause !

Das saubere aufsetzen einer SafetyCap dauert hingegen nur ca. 2-4 Sekunden , dies entspricht bei einer durchschnittlichen Wohnung somit nur 5 Minuten Arbeitszeit !

- Das ist eine Zeiteinsparung von über 1 Stunde pro Wohnung !

- Eine Menge Zeit, die Sie sicher anders nutzen können, weiter verursachen sie so auch keinen unnötigen Müll. Nachhaltiger geht es nicht !

Übrigens, bei nicht abkleben und somit verschmutzen, müssen die Einbaugeräte ausgetauscht werden.. Das kann schnell teuer werden, oder Regress bedeuten.

Die tickende Zeitbombe - verschmutzte Schutzkontakte der Steckdose

Verschmutzte Schalter oder Telefondosen sind natürlich ein Ärgernis, vermutzte Schutzkontakte der Steckdosen sind jedoch eine echte Gefahrenquelle die reell auch Menschenleben kosten kann.

Leider werden sehr oft und ohne darüber nachzudenken, die leicht hervorstehenden elektrischen Erdungs-Schutzkontakte der Steckdosen mit Farbe überstrichen.

Gemäß VDE gibt es dafür sogar einen Begriff, die " vorhersehbare Fehlanwendung "

Viele unterschätzen Gefahren, die von verschmutzten Elektrobauteilen wie Schalter und Steckdosen ausgehen.

Es ist außerdem zu bedenken, dass dies auch zum echten Problem für Nachmieter, spätere Käufer etc. werden kann.

Hier soll genauer auf die Details und deren Problematik eingegangen werden.

Die Schutzfunktion der Schutz-Erdung, kurz erklärt:

Entsteht an einem elektrischen Gerät ein Defekt, wird als Folge daraus der Strom, genannt Fehlerstrom, an das Gehäuse weitergeleitet. Im Normalfall wird der Fehlerstrom zunächst über den Stecker an die sauberen und daher auch funktionierenden Erdungs-Schutzkontakten der Steckdose und anschließend über die Elektroinstallation an die Schutzeinrichtung abgeleitet. Das Schutzorgan ein FI -Schalter oder Sicherung löst aus und der Strom wird abgeschaltet, die Gefahrenquelle ist gebannt.

Werden nun die Erdungs-Schutzkontakte der Steckdose mit Farbe etc. überstrichen, wird dadurch diese wichtige Verbindung elektrisch isoliert und die Erdungsverbindung geht verloren. Nun kann der entstandene Fehlerstrom des Gerätes nicht mehr abfließen und das Gehäuse steht weiter unter Strom - Eine unsichtbare Gefahrenstelle ist entstanden.

Das Gehäuse des Elektrogerätes steht nun unter Spannung, berührt nun ein Mensch das Gehäuse, wird die elektrische Spannung jetzt anstatt über die Schutzkontakte der Steckdose, über den Menschen abfliesen. Der Typische Stromunfall ist passiert. Das selbe gilt auch für Tiere welche wesentlich stromempfindlicher als Menschen reagieren. Übrigens können auch Brände daraus enstehen, je nach aktueller Situation.

Und das alles nur, weil ohne nachzudenken, aus Zeitmangel, die Erdungs-Schutzkontakte der Steckdose überstrichen wurden.

Ist der Stromunfall passiert und ein Mensch zu Schaden gekommen, geht die Suche nach dem Schuldigen los und der leicht vermeidbare Unfallgrund wird mit Sicherheit schnell entdeckt.

Fatale Fehleinschätzung:

Verschmutzte Steckdosen Erdungs-Schutzkontakte dürfen auf keinen Fall, einfach nachträglich "schnell abgekratzt" werden, denn dabei wird die vom Hersteller aufgebrachte leitfähige Antikorrosionsschicht beschädigt. An der abgekratzten und beschädigten Stelle des Schutzkontaktes wird nun eine hochohmige, nicht, oder nur gering leitende Oxydschicht ernstehen. Diese Schicht wirkt im Fehlerfall als Isolation und unterbricht so die Erdverbindung bzw die Schutzfunktion.

Federkontakte werden verbogen:

Ein weiteres Problem ist das die Schutzkontakte eine definierte Federwirkung haben, durch das abkratzen wird die voreingestellte Feder überbeansprucht. Als Folge drückt der Schutzkontakt der Steckdose nun mit zu wenig Kraft auf den eingesteckten Schukostecker. Es entsteht daraus eine gefährliche Kontaktreduzierung oder gar eine Trennung der Erd-Schutzkontakt Verbindung.

Handelt ein Handwerker dagegen, verschmutzt er den Schutzkontakt und/oder kratzt diesen ab, ist er gemäß Gesetz sogar für die nachfolgende Elektroinstallation bis zur Abschalteinrichtung verantwortlich, weil er gemäß VDE, vorsätzlich eine "vorhersehbarer Fehlanwendung" begangen hat.

Kein verantwortungsvoller Handwerker würde dieses Risiko eingehen wollen, weil diese vorsätzliche "vorhersehbare Fehlanwendung" schnell nachzuweisen wäre.

Daher: Steckdosen deren Kontakte mit Farbe etc. verschmutzt sind, müssen von Fachpersonal unbedingt ausgetauscht werden, das ist meist mit einem nicht unerheblichen finaziellen Aufwand verbunden, den natürlich auch der Verursacher zu tragen hätte.

Noch ein Hinweis: Selbst wenn man Steckdosen abklebt, muss darauf geachtet werden das beim wieder entfernen der Klebebänder, keine Kunststoff-Kleberückstrände am Schutzkontakt haften bleiben, denn diese Rückstände wirken auch isolierend und führen zum Kontaktverlust der Erdung.

Feuchtigkeit in Elektrobauteilen

Beim abwaschen von Wandfarbe gelangt ein Gemisch aus Farbresten und Wasser in Schalter und Steckdosen.

Dieses Gemisch aus Farbe und Wasser ist Stromleitfähig, da es mit Sulfaten, und anderen Chemikalien vermischt ist.

Kurzum, trocknet eine soche Schicht aus leitfähiger Feuchtigkeit, entsteht eine dünne stromleitfähige Schicht. Diese dünne Schicht kann sogar zu Stromverschleppungen über komplette Wände führen.

Dies kann zu Stromunfällen führen oder auch Tage später zu Funktionsstörungen, wie das auslösen eines FI Schalters, mit kostspieliger Fehlersuche und daraus folgendem Austausch der Schalter + Steckdosen führen. Diese dünne Schicht kann nicht mehr beseitigt werden, da diese bis in die kleinste Ecke gelangt.

Schützen Sie sich und andere - verwenden sie Safety-Caps - und Sie sind fein raus !

Vom Handwerker für den Handwerker   - ihr Walter + Borisch Team

 
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